Kaffeepadmaschinen im Test – wir testen Padmaschinen

Welche unterschiedlichen Kaffeepadmaschinen gibt es? Und welche Padmaschine ist die beste? Diese Fragen sind häufig gestellte Fragen in Foren und Communities.

Die drei wohl wichtigsten Hersteller sind Senseo, Petra und WMF. Der Konsument kann in der Regel vor dem Kauf einer Padmaschine keinen Test durchführen. Wir haben daher unterschiedliche Hersteller getestet. Wichtige Eigenschaften waren bei unseren Tests:  Lebensdauer, Bedienerfreundlichkeit & Kaffeegeschmack. Unsere Testergebnisse sind unabhängig vom Design. 

Die Lebensdauer hängt maßgeblich von der Häufigkeit der Benutzung sowie einer regelmäßigen Pflege und Entkalkung ab. Auch die Anzahl unterschiedlicher Funktionen hat Einfluss auf die Lebensdauer. Oft wirken sich bei einem Test verschiedenen Zusatzfunktionen positiv auf die Benutzerfreundlichkeit aus, die Lebensdauer sinkt aber in der Regel mit zusätzlichen Funktionen. Auch die Dauer zum Betriebs unterscheidet sich nur marginal.

Der Kaffeegeschmack war bei unseren Test weniger vom jeweiligen Modell, sondern vielmehr von der jeweiligen Kaffeesorte, der richtigen Kaffeezubereitung sowie dem Zustand der Padmaschine (Entkalkung) abhängig.

 

Hier die wichtigsten Ergebnisse unseres Tests

  •   Je weniger Funktionen, desto länger die Lebensdauer
  •   Milchfunktion besser extern (Milchaufschäumer)
  •    Kauf von gebrauchten Padmaschinen lohnt selten
  •   Petra und WMF basieren auf identischer Technik
  •   No-Name Produkte konnten nicht überzeugen
  •   Espresso-Padhalter von Senseo ist sinvoll

 

Fazit: Nicht die Padmaschine, sondern Frische, Kaffeesorte und regelmäßige Entkalkung sind ausschlaggebend!

 

Kaffeepadmaschinen klar im Vorteil: Kaffeepads selber machen

Was viele nicht wissen: Handelsüblicher Filterkaffee in der Pfundpackung kann in Padmaschinen verwendet werden. Das macht die klassische Filtermaschine für kleine Familien oder Singlehaushalte quasi überflüssig. Hier die Möglichkeiten Kaffeepads selber zu machen: 

  •   Pulverkassette von Petra
  •   Dauerfilter für Senseo
  •   Mr. Pad – Pads selber basteln

 

Ein wesentlicher Vorteil von Padmaschinen ist die Möglichkeit gewöhnliches Kaffeepulver zu verwenden. Sollten mal keine Pads vorhanden sein, kann mit Hilfe der sogenannten Pulverkassetten/Dauerfilter handelsüblicher Filterkaffee verwendet werden. Es soll darauf hingewiesen werden, dass das Ergebnis dieser Kaffeezubereitungsart nicht optimal ist. Padmaschinen sind nämlich darauf ausgerichtet Pads mit einem bestimmten Kaffee, einer bestimmten Kaffeemenge und einem bestimmten Mahlgrad zu verarbeiten. Trotzdem kann das Befüllen eine Alternative und ein weiteres Kaufargument für eine Padmaschine sein. 

Um Kaffeepads selber zu machen, benötigt man zum Beispiel eine Pulverkassette, die mit Kaffeepulver befüllt und wie ein Pad in die Padmaschine einlegt wird. Schätzungsweise 20 % aller Kaffeepad-Konsumenten machen ihre Kaffeepads selber. Die Padmaschine von Petra zum Beispiel ist in der Standardausführung mit einer Pulverkassette ausgestattet. 

Klar der Convienience-Gedanke von Portionsmaschinen wird beim Selberbefüllen dabei zwar über den Haufen geworfen. Denn es ist schon ein wenig umständlich die Pulverkassetten zu befüllen. Der Kaffee muss dosiert werden und das Kaffeepulver kann sich dabei schon mal verirren. Wer aber gemahlenen Kaffee geschenkt bekommen hat oder zur Abwechslung mal einen bestimmten Filterkaffee probieren will, kann seine Padmaschine dazu benutzen.

Hier gibt es weitere Tipps zur Zubereitung von Kaffeepads.

 

Kaffeepads richtig auf bewahren – Umfüllen!

Viele Kaffeetrinker lassen ihre Kaffeepads in der geöffneten Verpackung. Da die Verpackung nicht ganz geschlossen ist, kann der Aromaverlust innerhalb weniger Tage enorm sein. Nachdem die luftdichte Kaffeepad-Verpackung geöffnet wurde, beginnt der Oxidationsprozess und somit der stetige Aromaverlust der Kaffeepads. Kaffeepads sollten nach dem Öffnen in einen luftdichten Behälter umgefüllt werden.

Eine wiederverschließbare luftdichte Dose ist ideal. Aber Vorsicht! Kaffee ist ein und bleibt ein Frischeprodukte. Auch innerhalb weniger Tage kann aus einem aromatischen Arabica ein bitterer und ungenießbarer Kaffee werden – Trotz luftdichter Behälter. Wer das nicht glaubt, sollte mal die ersten „frischen“ Pads mit den letzen Pads aus einer Verpackung vergleichen. Dafür einfach zwei Beutel Kaffeepads einer Sorte kaufen. Einen Beutel bis auf den letzen Pad konsumieren und diesen mit dem ersten Kaffeepad aus dem zweiten Beutel gleichzeitig verkosten.

 

Wer seine Kaffeepadmaschine regelmäßig entkalkt verhindert nicht nur den totalen Stillstand der Maschine, sondern erhöht auch den Kaffeegenuss.

Kaffeepadmaschine regelmäßig entkalken

Wer seine Kaffeepadmaschine regelmäßig  entkalkt verhindert nicht nur den totalen Stillstand der Maschine, sondern erhöht auch den Kaffeegenuss.

Manche wundern sich über den eigenartigen Geschmack ihres Kaffee oder bemängeln die nur dünne Crema. Doch der Grund hinter dem schleichenden Verlust von Kaffee-Aroma muss nicht unbedingt der enthaltene Kaffee sein. Wer seine Kaffeepadmaschine regelmäßig  entkalkt verhindert nicht nur den totalen Stillstand der Maschine, sondern erhöht auch den Kaffeegenuss. Durch Kalkablagerungen in der Padmaschine wird neben dem Betriebsdruck auch die Wassertemperatur negativ beeinflusst. Gerade in Gebieten mit sehr kalkhaltigem Wasser kann Kalk schnell den Kaffeegeschmack beeinflussen. Nicht nur der direkte Wassergeschmack, sondern auch der negativ beeinflusste Brühprozess wirken sich auf die tägliche Tasse Kaffee aus. Ein einfacher Test zeigt: Wer die ersten Tassen Kaffee nach der Reinigung bzw. Entkalkung der Padmaschine probiert, wird den Unterschied bemerken.

 

Tasse vorwärmen – Kaffeepads schmecken aus einer warmen Tasse besser

Wer seine Senseo einfach anmacht, Pad einlegt und auf Kaffeegenuss wartet, kann schon mal enttäuscht werden. Besonders im Winter kann die Tasse sehr kalt sein. Wenn nun der leckere und heiße Kaffee in die Tasse fließt, verliert er sofort die benötigte Temperatur für den optimalen Kaffee-Genuss. Er wird regelrecht abgeschreckt. Denn die Kaffee-Tasse hat Zimmertemperatur. Deshalb sollte man immer bei der ersten Tasse Kaffee aus der Padmaschine vorher heißes Wasser einfüllen, um die Tasse auf lauwarme Temperatur vorzuwärmen. Das beeinflusst den Geschmack immer positiv. Hier noch mal der Zubereitungs-Tipp in Stichpunkten:

 

  1. Kaffeepad-Maschine anmachen
  2. Eine Tasse Wasser ohne Kaffeepad in die Tasse laufen lassen
  3. Kaffeepad einlegen und anmachen
  4. Genießen

 

Gute Vollautomaten sowie Espressomaschinen haben immer die Möglichkeit Tassen vorzuwärmen, um den Geschmack des Kaffees zu erhöhen.

Wer aus eine Kaffeepad-Maschine und einer kalten Tasse einen heißen Kaffee erwartet wird enttäuscht werden.

 

Schmecken Kaffeepads wässrig?

Diese Frage kann nur mit zwei Gegenfragen beantwortet werden: Wie viel Wasser läuft beim Brühen in die Tasse und welcher Kaffee steckt im Kaffeepad?

Kaffeepads sind eine schnelle Variante von Filterkaffee. Eine Kaffeepadmaschine soll die Lücke  zwischen einer Filtermaschine auf der einen Seite und einem Vollautomaten auf der anderen Seite füllen. Für Espresso-Liebhaber wird eine Tasse Kaffee aus einer Kaffeepadmaschine sehr wahrscheinlich wässrig schmecken. Eine Tasse Filterkaffee vermutlich ebenso. Der Geschmack eines Kaffeepads hängt von mehren Faktoren ab. Die beiden wichtigsten sind wohl der enthaltene Kaffee sowie die Wassermenge, die beim Brühprozess durch das Kaffeepad läuft. Die Möglichkeit die Wassermenge und somit die Intensität des Kaffees zu beeinflussen wird von vielen Kaffeepadmaschinen unterstützt. Ob nun eine ganze Tasse für die klassische Filterkaffee-Variante oder die kurze kräftige Version zum Frühstück und bei der Zubereitung eines Cappuccino: Der Benutzer kann bei der Zubereitung variieren.

 

Kaffeepads richtig zubereiten

1. Kaffeepad richtig einlegen

Nur wenn das Kaffeepad richtig im Padhalter liegt, gelingt ein guter Kaffee. Wenn das Pad nicht mittig aufliegt, fließt das Wasser am Kaffeepad direkt vorbei in die Tasse. Das Ergebnis ist ein wässriger Kaffee mit weichem und ungleichmäßigem Schaum. Durch Festdrücken des Kaffeepads in den Padhalter wird das Kaffeepulver komprimiert und dadurch ein besseres Ergebnis beim Brühen erzielt. Nachdem der Kaffee durchgelaufen ist, kann man überprüfen ob das Pad richtig eingelegt war, um so den Brühvorgang beim nächsten Mal optimieren zu können. 

2. Wassermenge anpassen

Der Geschmack des Kaffees ist maßgeblich von der in die Tasse fließenden Wassermenge abhängig. Je weniger Wasser desto kräftiger der Kaffee. Wenn man mal die erste Hälfte mit der zweiten Hälfte einer ganzen Tasse vergleicht, wird man erkennen wie groß der Unterschied wirklich ist. Kaffeefreunde, die Vollautomaten und Espresso gewöhnt sind, werden die „kurze Version“ des Kaffeepads bevorzugen.